Wie alles kam:

Durch meinen Vater, Gert Hausmann, der mich immer mitnahm, wenn sie mal tagsüber (z.B. auf Elbdampfern) „strippten“, wurde ich schon von klein auf vom Jazz gepackt. Gert leitete 30 Jahre lang eine von Deutschlands ältesten Dixielandbands, die „Elb Meadow Ramblers“, als Pianist.

Im Alter von 10 bis 16 Jahren bekam ich klassischen Klavierunterricht bei Manfred Schneider. Das war eine gute Grundlage für mein weiteres Spiel.

1982 erlebte ich mit dem ersten DDR-Konzert von Vince Weber aus Hamburg, DEM Boogie- & Blues-Pianisten und Sänger par excellence, eine Offenbarung, die meine künftige Richtung am Klavier vorgab! Voller Begeisterung übte ich Fünfzehnjährige Boogie-Bässe, sprang an jedes Klavier und trug bald den hehren Namen „Boogie-Baby“...

Immer im Zweifel, ob Musik oder Malerei, pendelte ich zwischen dem Abendstudium an der Dresdner Kunsthochschule, Jazzklavierunterricht  an der Musikschule und Privatunterricht bei dem Pianisten Siegfried Groß.

1989 atmete ich erste Bühnenluft im “Jazzquintett Dresden”. Am aufregenden Wochenende der Grenzöffnung tourten wir gerade durch Thüringen.

Begeistert von einem Jazzworkshop nahm ich von 1990 bis 1994 Unterricht am Jazzklavier bei Budde Thiem und Volker Graf an der Musikschule in Fürth.

Nach verschiedenen auch beruflichen Stationen lebe ich seit 1994 wieder in Dresden. Hier lernte ich das Boogie-Duo 2Hot kennen, das von 2004 bis 2010 den alljährlichen Dresdner Boogie Woogie Sommer ins Leben rief, bei dem ich seit Anbeginn mitspielte.

Desweiteren alljährlich Konzerte zum Internationalen Dixielandfestival Dresden, dem Elbhangfest, dem Inselfest, verschiedene Klubkonzerte, Spontandarbietungen und wilde nächtliche Sessions.

Es folgten Auftritte mit Vince Weber (u.a. auch in der legendären Hamburger Fabrik am 8. 8. 2010 und 2016 ), und mit Axel Zwingenberger, der mich im März 2010 zur gemeinsamen Session mit Charlie Watts auf die Bühne bat - absolute Höhepunkte! Ebenso die Reihe “Boogie Round The Globe” in Hamburg im Cotton Club und mehrfach in Dresden mit Australiens Boogie- und Ragtime-Queen Jan Preston. Und: die wiederholte Teilnahme beim internationalen “Jazz In Town” in Berlin, beim “Festival de Jazz ‘Sim Copans’ de Souillac” (F) und beim “Boogie Woogie Festival Cambrai” (F).  

Vorwiegend spiele ich eigene Titel, die ganz bewußt die Vorbilder ahnen lassen – kraftvoll und sensibel – voller Vehemenz, auf daß sich diese wunderbare Musik weiter verbreite.

Viel Spaß damit wünscht Ulrike Hausmann.

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